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100 Jahre Friedrich Müller

Auf den Tag genau heute vor 100 Jahren wurde Friedrich Müller geboren. DSC-Vereinsarchivar Andreas M. Tschorn blickt auf das Leben des zweifachen deutschen Nationalspielers des Dresdner SC zurück. Friedrich Müller wurde am 7. Dezember 1907 in München geboren. Beim MTV München 1879, dessen Fußballabteilung ab 1924 vorübergehend als Deutscher SV München selbstständig war, erlernte er ab 1918 das Fußball spielen und wusste auf Anhieb zu überzeugen.

Die klassische Handschrift der ungarischen Fußball-Legende Alfréd Schaffer war beim DSV München nicht zu übersehen. Der legendäre "Spezi" brachte an der Isar in der Saison 1926/1927 als Trainer eine Mannschaft hervor, von der es hieß, sie spiele einen klassisch schönen Schulfußball.

Der abwechselnd "Fritz" und "Zipfi" genannte wieselflinke Linksaußen Friedrich Müller wechselte 1930 zum Dresdner SC. Beim DSC gelang ihm schnell der Durchbruch, was auch dem Reichstrainer Professor Otto Nerz nicht verborgen blieb. War er am 15. März 1931 bei der 1:0-Niederlage der Nationalelf gegen Frankreich in Paris noch Reservist, so absolvierte Friedrich Müller am 26. April 1931 beim 1:1 gegen die Niederlande in Amsterdam sein erstes A-Länderspiel für Deutschland. Rund einen Monat später, am 24. Mai 1931, erhielt er eine weitere internationale Bewährungschance, ging beim 0:6 gegen Österreichs Wunderteam in Berlin jedoch ebenso unter wie der Rest der DFB-Elf.

Für den DSC absolvierte Friedrich Müller in den Jahren 1931 und 1934 insgesamt acht Endrundenspiele um die Deutsche Meisterschaft und schoss dabei drei Tore. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1934 verpasste er mit dem DSC nur aufgrund des schlechteren Torquotienten gegenüber dem 1. FC Nürnberg den Sprung in das Halbfinale. Er wurde 1931 und 1933 Mitteldeutscher Verbandsmeister sowie 1933 Mitteldeutscher Verbandspokalsieger.

In der Saison 1931/1932 wurde der Sport-Club nur Vizemeister in Mitteldeutschland. Im Halbfinale am 10. April 1932 schlugen die Kicker von Trainer James "Jimmy" Hogan zwar den Nordwestsächsischen Gaumeister SC Wacker Leipzig vor 15 000 Zuschauern in der Dresdner Ilgen-Kampfbahn durch ein Tor von Friedrich Müller mit 1:0, verloren aber am 17. April 1932 das Endspiel vor 25 000 Zuschauern im Leipziger VfB-Stadion gegen den Mittelsächsischen Gaumeister Polizei-SV Chemnitz mit 2:3 nach Verlängerung. Weitere von Friedrich Müller mit dem DSC errungene Titel waren die Sächsische Gaumeisterschaft 1934, der Sächsische Gaupokalsieg 1933 und die Ostsächsischen Gaumeisterschaften 1931, 1932 und 1933.

Der gelernte Druckereifachmann kehrte 1934 in seine Heimat München zurück, wo er fortan beim FC Wacker München spielte. Zuletzt wurde er meistens als linker Verteidiger eingesetzt. Friedrich Müller verstarb am 15. Mai 1978 im Alter von 70 Jahren. Der Dresdner SC wird das Gedenken an seinen "alten Fritz" in Ehren halten.




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