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Was in Dresden nicht geht - Wiesbaden bekommt Helmut-Schön-Stadion

Wiesbaden/Dresden. Was in der sächsischen Landeshauptstadt bisher nicht ging, das macht ihr nun die hessische vor: Wiesbaden möchte sein Stadion an der Berliner Straße in Helmut-Schön-Stadion umbenennen. In der traditionsreichen Sportstätte trägt der SV Wiesbaden, den der gebürtige Dresdner und Weltmeister-Coach von 1974 in der Saison 1951/52 trainierte, seine Spiele aus.

Ausgegangen war man von einem Anstoß, den Wiesbadens Stadtkämmerer Helmut Müller (CDU) losgetreten hatte. Demnach hätte man den neu gestalteten Bahnhofsvorplatz in Helmut-Schön-Platz umbenennen können. Aber der Sportausschuss der Wiesbadener CDU spielte den Ball weiter und kam zu dem Ergebnis, dass es doch lieber eine Sportstätte sein sollte: das Wiesbadener Fußballstadion, das man freilich erst noch renovieren will, bevor die feierliche Namensgebung erfolgen kann.

Der Sportausschuss der hessischen Landeshauptstadt will Kontakt mit dem für den Namen zuständigen Ortsbeirat Wiesbaden-Südost aufnehmen. Und wenn der keinen Einspruch erhebt, kann schon bald mit der Renovierung begonnen werden. Im Laufe des Jahres 2007 will die Stadt Wiesbaden dann eine Jugendmannschaft des Dresdner SC einladen, damit die Namensgebung "rund" wird.

Für die Dauer der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es in Wiesbaden, wo Helmut Schön von 1951 bis zu seinem Tod im Jahre 1996 lebte, bereits einen Helmut-Schön-Park, den zum Fan-Park mutierten Kurpark. Am 14. Juni übrigens, als die Partie Deutschland gegen Polen anstand, war auf Einladung des Kurhauses einer bei der Spielübertragung zu Gast, der sich über den von Wiesbadener Bürgern ausgewählten Namen ganz besonders freute: Stephan Schön, Sohn des "Mannes mit der Mütze". Der promovierte Physiker, der in Mainz lebt, kam mit seiner ganzen Familie.

Nach der Flucht des DSC-Nachfolgers SG Friedrichstadt nach West-Berlin bestritt Helmut Schön für Hertha BSC/DSC Berlin in der Saison 1950/51 noch drei Spiele, bevor ihn eine Knieverletzung zum Karriere-Ende zwang. Von Wiesbaden aus startete Helmut Schön seine einzigartige Trainer-Laufbahn.

"Wir gratulieren der Stadt Wiesbaden zu diesem Schritt", sagt Andreas Tschorn, Vereinsarchivar des Dresdner SC. "In Helmut Schöns Heimatstadt scheiterte sogar eine Helmut-Schön-Allee im Ostragehege. Immerhin sorgt nun das ehrenamtlich betriebene Dresdner Schulmuseum für einen Lichtblick, in dem gegen Ende des Jahres eine Helmut-Schön-Sonderausstellung starten wird. Diese Ausstellung wird sich hauptsächlich mit der Dresdner Zeit Helmut Schöns, der 1935 sein Abitur am St.-Benno-Gymnasium ablegte und später mit dem DSC zu Meisterehren kam, beschäftigen."

DNN/gf


Quelle: DNN

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